Image for post
Image for post

Designs haben sich schon immer an neue Entwicklungen anpassen müssen und wie überall gibt es auch in der Design-Welt schlicht Verfechter von bestimmten Stilrichtungen, von deren Grundprinzipien sie überzeugt sind. Solch ein Verfechter war auch Scott Forstall, der sich als Verantwortlicher für das iOS gemeinsam mit Steve Jobs aufmachte, mit dem iPhone den Startpunkt für das moderne Smartphone zu setzen. Er war von einem Designstil überzeugt, der auf der Nachahmung bekannter, naturnaher Gegenstände beruhte: Dem Skeuomorphismus. Für Forstall war es nur logisch, dass z.B. ein digitaler Notizblock eben auch so real wie nur möglich einem echten Notizblock nachempfunden werden sollte.

Heutzutage ist auf einem iPhone von diesem Stil nicht mehr viel übrig geblieben, was vor allem an Jonathan Ivy lag, der 2013 das OS-Design bei Apple übernahm. Ivy empfand den Skeuomorphismus als zu aufwendig, unflexibel und schlichtweg altbacken, weshalb er sich beim iOS 7 für das bereits bei Microsoft (Windows Phone 7 / Windows 7) erfolgreich vertestete Flat Design entschied. Bei diesem Design, welches vor allem im Mobile-Bereich nicht mehr wegzudenken ist, wird ein eher minimalistischer Ansatz verfolgt. …


Image for post
Image for post

In der Entwicklung von digitalen Services und Produkten gibt es einige Herausforderungen, die sich im Laufe des Prozesses von der Konzeption bis hin zur Ausarbeitung und Entwicklung ergeben. Schaut man ein paar Jahre in die Vergangenheit, lassen sich eine Vielzahl von Beispielen aufführen, die belegen, dass eine Entwicklung in Silos stattgefunden hat, welche den größtmöglichen Projekterfolg verhinderte.

Kontextloser Raum zwischen Design und Entwicklung

Nimmt man zum Beispiel die Entwicklung einer Enterprise-Anwendung nach Wasserfall, dann ist nicht selten folgendes Modell über den gesamten Projektablauf erkennbar:

Dem Entwickler wird aus dem Design ein fertiges Artefakt ohne technische Spezifikation übergeben — ob in Form von „sliced assets“ oder gar als PDF. Der Entwickler versucht nun mit der „über den Zaun geworfenen“ Lieferung und seiner Interpretation davon die Umsetzung zu beginnen. Hierbei fehlen dem Entwickler somit nicht nur die Möglichkeiten designrelevante Attribute sauber auszulesen, sondern auch die Flexibilität und der Kontext, in dem dies aus Richtung Design angedacht ist. …


Image for post
Image for post

Deutschland ist wie kaum ein anderes Land ein Land der Bargeld-Liebhaber. Doch in den vergangenen Jahren hat sich auch Hierzulande ein Trend fortentwickelt, der vor allem dank neu aufkommender Technologien im Finanz- und Mobile-Bereich angetrieben wird: Das kontaktlose Bezahlen. Aber wie läuft diese contact-free economy überhaupt ab und wie könnte das Shopping-Erlebnis vor Ort für die Kunden in der Zukunft aussehen?

Die Art des Bezahlens, wie wir es aktuell noch kennen, ist so designt, dass der Fokus auf seine Funktionen und die Verbildlichung an der Kasse gelegt wird. Der Kunde legt die Produkte auf das Band, kann am Screen nachverfolgen, wie sich die Preise addieren, und nutzt schlußendlich das Kartenlesegerät mit Pin-Eingabe, um den Bezahlvorgang abzuschließen. …


Image for post
Image for post

Als User Experience Experte und Designer hat man häufig das Privileg in den verschiedensten Branchen an ebenso unterschiedlichen digitalen Produkten sowie Services mitzugestalten. Doch egal wie simple oder komplex die Entwicklung sich darstellt oder ob nach einem Wasserfall-, agilen oder hybriden Modell vorgegangen wurde — am Ende sind die Produkte/Services nie genau so, wie sie zu Beginn konzipiert wurden.

Sie durchlaufen einen kontinuierlichen Wandel, dessen Änderungen schlicht notwendig sind. Denn es ist vermessen zu glauben, dass man vom Start weg alle möglichen Eventualitäten und Faktoren kennen und einplanen kann. …


Image for post
Image for post

Mit Geschichten können wir andere an unseren Erlebnissen teilhaben lassen, Ideen austauschen und uns gegenseitig inspirieren. Egal, ob es sich dabei um ein Märchen aus unserer Kindheit, den neuesten Superhelden-Blockbuster im Kino oder die aufgezwungene Schullektüre handelt, die sich plötzlich als Augenöffner erweist — Geschichten begleiten uns ein Leben lang und ziehen uns in ihren Bann. Aber was hat dieses Geschichtenerzählen denn mit dem Handwerk eines UX-Designers zu tun?

Nun ja, vereinfacht ausgedrückt: Eine gute Erfahrung zu schaffen ist in vielerlei Weise vergleichbar mit dem Erzählen einer guten Geschichte.

Geschichtenerzählen als Teil des menschlichen Seins

Vor circa 70.000 Jahren passierte etwas irritierendes: Die Gattung Homo sapiens machte sich auf, seinen Lebensraum extrem auszuweiten und im Zuge dessen alle anderen Menschenarten zu verdrängen. Wie und warum dies gelang, ist auch heute noch nicht abschließend geklärt. Allerdings herrscht eine gewisse Einigkeit darüber, dass vor allem die Fähigkeiten des Erwerbs einer neuen Sprache dem Menschen einen evolutionären Vorteil brachte, den er immer besser zu nutzen wusste. …


Image for post
Image for post

Berufsbezeichnungen im Bereich User Experience gibt es einige: User Experience Designer, UX Consultants, UX Researcher und so weiter. Dabei könnte ihre Tätigkeit zuweilen auch als Fragesteller und Lösungsfinder beschrieben werden, denn zum großen Teil ist es ihr Mindset, das sie treibt — basierend auf Empathie, Neugierde und Kreativität. Wenn man sich dem Bereich UX verschrieben hat, will man die Nutzer aus jedem Blickwinkel verstehen und Produkte sowie Services entwickeln, die einen wahrhaftigen Mehrwert schaffen und perfekt auf die Nutzerbedürfnisse abgestimmt sind. Dieser immerwährende Drang nutzerzentriert und lösungsorientiert zu arbeiten ist auch eine Eigenschaft, die bspw. …


Image for post
Image for post

Sie umfasst die gesamte Bandbreite an Interaktion der Endbenutzer mit einem Unternehmen samt den bereitgestellten Services und Produkten — dies ist die gängige Definition eines noch recht jungen Begriffs, welchen wir heute unter User Experience kennen. Doch trotz seiner Jugendlichkeit sind Ansätze der ihm zugrundeliegenden Prinzipien auch außerhalb der digitalen Welt zu finden und bis ins antike Griechenland zurückzuverfolgen. Hier zeugen verschiedene Überlieferungen (u.a. Hippokrates) bereits von ersten Deutungen und Erkenntnissen hinsichtlich der wissenschaftlichen Disziplin, die wir heutzutage als Ergonomie kennen, welche in ihrer Aussage der UX recht nahe kommt, indem sie die wechselseitige Anpassung sowie Interaktion zwischen dem Menschen und anderen Elementen eines Systems (z.B. …


Image for post
Image for post

Die Messbarkeit von User Experience ist ein weites Feld — nicht nur, weil man darüber philosophieren kann, inwiefern eine Erfahrung überhaupt messbar ist, sondern weil der ganzheitliche Ansatz der UX oftmals nicht als fundamentaler Teil des gesamtunternehmerischen Ansatzes gesehen wird. UX erfordert nicht nur ein hohes Design-, sondern auch ein hohes Business-Verständnis, damit interne Unternehmensprozesse und -systeme stufenweise optimiert werden können. Doch wie kann sich dies in Zahlen zeigen?

Wenn es um Nutzertests geht, stehen heutzutage zur Überprüfung einer Anwendung eine Vielzahl von Analyse-Tools zur Verfügung, die bei der Erhebung von quantitativen Daten helfen. Und auch qualitative Daten werden durch Nutzerinterviews oder Usability-Tests gut abgedeckt. Will man jedoch das wahre Potenzial von UX im unternehmerischen Kontext nutzen, muss man verstehen, dass UX die gesamte Arbeitsweise eines Unternehmens verändern kann und somit eine gewichtige Rolle bei der strategischen Planung sowie dem Unternehmenserfolg spielt. …


Image for post
Image for post

Bei der Frage, wie man am besten bei dem managen und ausarbeiten eines Projektes vorgeht, hört man zumeist von zwei Entwicklungsmodellen, die auf den ersten Blick wohl unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite das klassische Wasserfallmodell, das als strukturiert, übersichtlich und vorhersehbar gepriesen wird, und auf der anderen Seite das Agile Modell, welches durch seinen schnellen, iterativen und flexiblen Ansatz hervorsticht. Doch sind es wirklich zwei Vorgehensweisen, die sich schlicht ausschließen, oder handelt es sich nicht eher um zwei etablierte Modelle, die nicht nur voneinander profitieren sondern auch kombiniert werden können?

Fließend ans Ziel

Das sogenannte Wasserfallmodell ist der traditionelle Projektmanagementansatz, welcher aufgrund seiner linearen Vorgehensweise dazu genutzt wurde, um Struktur und Disziplin in die oftmals chaotische Softwareentwicklung zu bringen. Zurückgeführt wird das Modell auf den Computerwissenschaftler Dr. Winston W. Royce, der 1970 in seiner Publikation Managing the Development of Large Software Systems darauf verwies, dass das gängige 2-Stufen-Entwicklungskonzept aus Analyse und Coding vor allem bei größeren Projekten nicht zielführend ist. …


Image for post
Image for post

Selbst ausgewiesenen Experten fällt es häufig schwer, auf die Frage „Was ist User Experience?“ eine klare sowie leicht verständliche Antwort zu geben, ohne dabei in einen Vortrags-Modus abzudriften, der jeglichen Zeitrahmen zu sprengen droht. Bevor wir also etwas tiefer in die Materie eindringen, versuchen wir es mal mit einer einfachen Aussage als Beispiel: „Ich habe mir gerade auf Amazon ein Tablet bestellt.“

Wenn nun jemand fragen würde „Wie hast du das gemacht?“, würden die meisten die Aussage schlicht wiederholen oder vielleicht noch ein „Ich habe es einfach in die Suchzeile eingegeben und auf bestellen geklickt“ hinzufügen. Einfach — Das ist gute User Experience. …

About

forwerts

Innovation Explorer. Design Consultants. User Experience Experts.

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store